Anfahrt:
Von Olot aus fahren wir über die GI-524 in Richtung Santa Pau. Nach 4 km stoßen wir auf die Raststätte Can Serra als Ausgangspunkt für die Fageda d'en Jordà abbiegen. Hier angekommen, erwarten uns eine Informationsstelle und ein großer Parkplatz.
Beginn:
Bei einem zu Ehren des Dichters Joan Maragall errichteten Denkmals verlassen wir den Bereich in Richtung Süden durch einen Tunnel unter der Landstraße. Nach ein paar Treppenstufen sind wir dann schon im Buchenwald der Fageda d'en Jordà.
Weiterer Verlauf:
Wir wandern durch die Fageda d'en Jordà, einen einmaligen Buchenwald, der sich auf 550 Metern über dem Meer flach über einen Lavahang des Vulkans El Croscat dahinzieht. Wir folgen der mit roten Pfeilen und Symbolen markierten Auszeichnung des Rundgangs 1. Nach einer Weile stoßen wir auf den großen Wanderweg GR 2, den wir von hier aus bis zum Vulkan Santa Margarida einschlagen. Nach etwa 3,5 Kilometern kommen wir zum romanischen Kirchlein Sant Miquel de Sacot aus dem 11. Jahrhundert. Beim Vulkan Santa Margarida tritt uns ein großer Krater entgegen (heute eine Wiese), in dem sich eine kleine Kapelle befindet, die einen Abstieg lohnt. Im weiteren Verlauf unserer Route kommen wir am Rastplatz Santa Margarida vorbei, überqueren erneut die Landstraße GI-524 (hier befindet sich ein Restaurant), und bei Kilometer 7,700 kommen wir schließlich zum Abzweig nach Can Passavent, einer weiteren Informationsstelle des Naturparks zu Füßen des Vulkans El Croscat. Unsere Route jedoch verläuft zunächst eine Zeit lang an dessen Kegel entlang und führt uns dann mit einem leichten Gefälle zurück zu unserem Ausgangspunkt beim Rastplatz Can Serra.
Erweiterung der Route:
Der Naturpark bietet insgesamt 28 verschiedene Wanderrouten, deren Länge zwischen dreißig Minuten und vier bis sieben Stunden schwankt und die im allgemeinen gut beschildert sind. Mit dem Parkführer zur Hand kann man sich nicht verlaufen. Der Park ist außergewöhnlich weitläufig, umfasst insgesamt elf Gemeinden und besitzt an die vierzig Vulkane, von denen sich einige – so etwa der Montsacopa – mitten im Stadtgebiet von Olot befinden. Nachdem man immer wieder andere Wanderwege kreuzt, kann man sich nach Belieben seine eigene Route zusammenstellen. Bei der vorgeschlagenen Tour stoßen wir beispielsweise auf die Wanderwege 3 (Olot - Can Xel), 4 (Can Xel - Santa Pau), 5 (Cal Xel - Colltort) und 15 (Vulkan El Croscat).
Kurioses:
Der vom katalanischen Umweltministerium verwaltete Naturpark des Vulkangebiets der Garrotxa ist ein 15.000 ha großes Naturschutzgebiet. Das stark von der Präsenz des Menschen gekennzeichnete Gelände umfasst 11 Gemeinden und 26 Naturreservate. Es handelt sich um ein Vulkangebiet mit über 40 Vulkankegeln, die meisten davon mit effusiver Eruption und anschließendem Lavafluss. Obwohl derzeit nicht aktiv, kann der Vulkanismus dieser Gegend nicht als erloschen gelten.
Der Naturpark wartet mit einer vielgestaltigen Pflanzenwelt mit über 1.000 Arten auf. Typisch sind trockene und feuchte Buchen , Steineichen und Eichenwälder, in denen 250 Wirbeltierarten leben. Die Landschaft der Gegend hat große Künstler inspiriert, darunter etwa den Dichter Joan Maragall oder die Maler der bekannten Landschaftsschule von Olot.

Der Buchenwald Fageda d'en Jordà.
Beobachtungen und Empfehlungen:
Olot als Hauptort des Verwaltungsbezirks
Garrotxa ist nicht nur ein wichtiges Handelszentrum, sondern kann auch auf eine lange Tradition bei Kunst (Malerei, Plastik, religiöse Holzschnitzerei, Krippenfiguren usw.) und Kultur zurückblicken und besitzt äußerst interessante Baudenkmäler, darunter die Kirchen
Sant Esteve (Barock) und
El Tura (romanische Schnitzerei), die
Kreuzgänge El Carme (Renaissance), das
museal eingerichtete Trincheria-Gutshaus, verschiedene Wohnhäuser aus der Zeit des Jugendstils und interessante Museen (
Regionalmuseum, Vulkanmuseum).