Pferde auf der Weide.
Technische Beschreibung

Route zu Fuss
Schwierigkeitsgrad: Niedriger bis mittlerer Schwierigkeitsgrad
Länge:
6.600 Meter (Hin  und Rückweg).
Dauer: ca. 2 ½ Stunden (Hin  und Rückweg).
Höhenunterschied: 405 Meter.
Verlauf: Rundweg.
Beschilderung: Ja. Pfähle mit Hinweiszeichen und rote Markierungen für lokale Wanderwege.
Jahreszeit: Kann das ganze Jahr über begangen werden. Im Winter muss unter Umständen mit Schnee gerechnet werden.
Ausgangspunkt: Camprodon.
Kinder: Ja. In bestimmten Waldgebieten sind jedoch beachtliche Höhenunterschiede zu bewältigen.
Kartenmaterial: Topografische Karte des Verwaltungsbezirks Ripollès. Katalanisches Institut für Kartografie. Maßstab 1:50.000.

Von Camprodon nach Sant Antoni

Camprodon ist der klassische Ort in Katalonien für Ausflüge und Wanderungen in den Pyrenäen und den diesen vorgelagerten Bergen. Unsere Route führt uns hinauf zu einer der bekanntesten Einsiedlerkapellen des Bezirks.

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Sant Antoni, und von dort oben aus, 1.345 Meter über dem Meer, bietet sich dann ein fabelhafter Rundblick über das Tal von Camprodon. Im weiteren Verlauf kommen wir über einen Waldweg auf eine weite Lichtung, von der es dann talwärts wieder nach Camprodon geht.
Anfahrt:
In Ripoll nehmen wir die Landstraße C-26 in Richtung Olot, der wir bis zum Abzweig nach Camprodon folgen. Hier schlagen wir dann die C-38 ein und erreichen einen Kreisverkehr, in dessen Zentrum sich ein touristisches Informationsbüro befindet. Wir halten uns rechts in Richtung Molló, und bald schon stoßen wir bei der Zufahrt zum Rastplatz Mare de Déu de la Font auf einen Parkplatz, wo wir unser Auto abstellen können.

Beginn:
Wir folgen der Straße, auf der wir gekommen sind, und sehen rechts dann ein Hinweisschild, das uns den Weg zur Kapelle Sant Antoni weist. Diese rot markierte lokale Wanderroute bringt uns im weiteren Verlauf zu unserem Ziel.

Weiterer Verlauf:
Der Weg beginnt zwischen Wiesen und Feldern, verliert sich dann aber bald schon in einem Wald. Es geht immer bergan, wobei wir zum Teil recht beachtliche Steigungen überwinden müssen. Um uns rankt eine dichte Vegetation mit schönen feucht-schattigen Plätzchen. Und hinter uns eröffnet sich ein prächtiger Ausblick auf Camprodon. Nach etwa 1,7 Kilometern kommen wir zum Pla de Bonaire.  Hier stoßen wir auf eine Einzäunung, die wir ohne weiteres öffnen können. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Tor wieder gut verschlossen wird, damit das weidende Vieh nicht entkommen kann. Der Wegmarkierung folgend, müssen wir jetzt nach rechts abbiegen. Über den Weg zu unserer Rechten oder aber über einen Treppenaufgang mit etwa 50 Stufen erreichen wir schließlich die Einsiedlerkapelle Sant Antoni.
Der Bereich um die Kapelle ist zu einem beliebten Ausflugsziel geworden und bietet einen prachtvollen Rundblick über das umliegende Land. Wir kehren zurück zum Pla de Bonaire und nehmen dort neben dem Wegweiser den zementierten Weg in Richtung Camprodon. Wir wandern durch Wiesen und Felder, kommen an dem oder jenen Bauernhaus vorbei und erreichen schließlich das Denkmal, das hier zu Ehren von Cèsar A. Torras errichtet wurde, einem Pionier der katalanischen Wanderbewegung. Bei diesem Denkmal kommen wir in den schönen Eichenwald der Roureda de Can Pascal, der uns bis zur Font del Boix begleitet. Die Quelle liegt an einem großen freien Platz mit einer Steinmauer und hohen Buchen. Wir befinden uns vor dem Golfplatz von Camprodon. Wir setzen unseren Weg ins Tal fort, bis dieser in die Straße einer Siedlung übergeht. Hier stoßen wir dann bald schon auf den Kreisverkehr, von dem die C-38 abzweigt, und finden zurück zu unserem Auto.

Erweiterung der Route:
Vom Pla de Bonaire aus haben wir zahlreiche Möglichkeiten zur Erweiterung unserer Route. Zum einen bietet sich das 19,8 km entfernte Oix an, das man in ungefähr vier Stunden erreicht. Kürzer, aber schwieriger ist der ungefähr zweistündige Weg zum Santuari del Remei, einem Heiligtum, das für die Gegend von großer historischer Bedeutung ist.
Kurioses:
Die Einsiedlerkapelle Sant Antoni, so wie sie sich uns heute darbietet, stammt aus dem Jahr 1702. Das angebaute Haus war für Einsiedler vorgesehen. Vor wenigen Jahren wurde die gesamte Anlage vom Verein der Freunde von Sant Antoni restauriert, und so findet man hier heute auch Feuerstellen zum Grillen, Tische und Toiletten. Letztere und die Kapelle selbst sind allerdings meist geschlossen. Ferner wurden eine Reihe von Informationstafeln angebracht, die uns die prachtvolle Aussicht erläutern, die sich uns von hier aus auf das zu unseren Füßen liegende Tal bietet. Unter dem Canigó-Massiv können wir Sant Pau de Segúries, La Ral, Cavallera, Camprodon, Llanars, La Roca, Abella, Vilallonga, Tregurà und Molló ausmachen. Die Roureda de Can Pascal ist ein Eichenwald von großer ökologischer, forstwirtschaftlicher und landschaftlicher Bedeutung. Einige der Bäume hier sind über 200 Jahre alt. Es handelt sich um großblättrige Eichen, die sonst in Katalonien kaum vorkommen. Die Gegend wird darüber hinaus von zahlreichen Tierarten bewohnt, darunter Kleiber, Buntspechte, Eichhörnchen, Wildschweine und viele andere mehr.

Die weitläufigen Felder des Tals von Camprodon.
Die weitläufigen Felder des Tals von Camprodon.


Beobachtungen und Empfehlungen:
Wer mit Kindern unterwegs ist oder sich den Aufstieg durch den Wald ersparen will, der erreicht den Pla de Bonaire auch bequem über die Straße, die wir für den Abstieg vorgeschlagen haben. Camprodon ist eine rührige Kleinstadt, die vom Barcelonaer Großbürgertum gern als Sommerfrische genutzt wurde. Sehenswert sind die Neue Brücke über den Ter aus dem 12. Jahrhundert und das Isaac-Albéniz-Museum, in dem Dokumente und Erinnerungsstücke an den hier geborenen Komponisten gezeigt werden. Einen Abstecher wert ist auch Sant Cristòfol in Beget (über die C-38 in Richtung Molló), eine der schönsten und besterhaltenen romanischen Kirchen in der Provinz Girona.

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