Sie erreichen
Meranges über eine serpentinenreiche Landstraße. Von dort aus können Sie zwischen den Schieferdächern des Dorfs den Turm der
Kirche Sant Serni oder
Sant Sadurní mit seinem quadratischen Grundriss erkennen. Der Weg zur Kirche führt durch enge Gässchen, die sich allmählich erweitern und den Blick auf einen kleinen Platz freigeben. Die einschiffige Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert. Ihre Granitmauern bergen in ihrem Inneren eine halbkreisförmige Apsis und ein mehrfarbiges Wandbild des
Pantokrators. Das romanische Portal besteht aus einem Rundbogen mit fünf Archivolten und schönen Kapitellen.
In einem Nachbargebäude der Kirche ist das
Holzschuhmuseum untergebracht. Hier erhält der Besucher einen Einblick in eine Aktivität, die zum Kulturerbe der
Pyrenäen gehört: die traditionelle Herstellung von
Holzschuhen. Die so genannten Esclops sind Schuhe, die aus einem einzigen Holzstück gefertigt sind. Sie wurden früher zur Feldarbeit verwendet und dienten dazu, über den Schnee oder den feuchten Boden zu gehen. Die Herstellung dieser Fußbekleidung fand normalerweise während der Wintermonate statt und war eins der meistverbreiteten Familiengewerbe der
Pyrenäen. Im
Meranges-Tal hat es viele Familientraditionen mit hervorragenden Holzschuhbauern gegeben. In ihrem Gedenken wurde dieses Museum errichtet, in dem der gesamte Herstellungsprozess der Esclops, von der Holzgewinnung bis zur Benutzung der traditionellen Werkzeuge, gezeigt wird.

Das Dorf von der Landstraße aus gesehen.
Neben dem Charme des Dorfs ist die Gemeinde Meranges auch ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Wanderungen. Wenn Sie schon einmal hier sind, sollten Sie bei dieser Gelegenheit auch die Umgebung des Dorfes und die spektakulären Meranges-Seen erkunden: den Llac Pla, den Estany de Mal de Guils, den Llac dels Engorgs oder den Llac de Malniu. Der letztgenannte See, der sich im nördlichen Teil des Dorfs befindet, ist mit einem Umfang von knapp 1.250 Metern der Eindrucksvollste.