Von den Ruinen der Burg von Esponellà aus eröffnet sich ein unvergleichlich schöner Ausblick über den gesamten Verwaltungsbezirk.
Anfahrt:
Von Girona-Nord aus nehmen wir die Schnellstraße C-66 nach Banyoles. Hinter dem Ort geht es bei einer Kreuzung dann nach rechts nach Fontcoberta, Esponellà und Figueres. Wir befinden uns auf der Landstraße GIP-5121. Über ein langes Stück hin geht es immer geradeaus durch das Flachland des Pla de Martís. Zu unserer Linken stoßen wir dann auf einen Abzweiger, der mit der Beschriftung "Centre BTT 1,5 km" ausgeschildert ist. Auf diese Weise erreichen wir das Altersheim Pla de Martís, bei dem wir unser Auto abstellen können. Vor uns befindet sich der Eingang zum früheren Mountainbike-Zentrum (Casa dels Enginyers).
Beginn:
Wir nehmen zunächst wieder den Weg, über den wir gekommen sind, und lassen zu unserer Linken das Altersheim und zu unserer Rechten das Mountainbike-Zentrum und den Eingang zum Restaurant Les Heures. Nach hundert Metern hört der Asphalt auf und es beginnt ein breiter Sandweg, der mit weiß-blauen Markierungen gekennzeichnet ist.
Weiterer Verlauf:
Nach ein paar Schritten schon geht es an einer zu verschiedenen Anwesen weiter in den Wald führenden Kreuzung im rechten Winkel nach rechts. Der Weg wird auf der einen Seite von Steineichen und Pinien, auf der anderen von einer typischen Ufervegetation gesäumt, denn zu unserer Linken begleitet uns der Fluvià. Zunächst passieren wir ein kleines Wehr, und etwas später stoßen wir auf die Quelle der Font de la Central. Im weiteren Verlauf kommen wir zum Campingplatz Esponellà; dann aber endet der Weg an der Landstraße, gleich bei der Ortseinfahrt nach Esponellà, das wir nach einen 30 bis 45 minütigen Weg erreichen. Am großen Kreisverkehr im neueren Teil des Ortes setzen wir unsere Route fort. Hier, wo sich die Straßen nach Bàscara, Crespià, Figueres und Banyoles kreuzen, halten wir uns leicht bergan in Richtung Banyoles. Bei der ersten Kurve verlassen wir die Straße und folgen den Markierungen zu unserer Linken neben einer Hinweistafel mit verschiedenen Briefkästen. Hier beginnen wir unseren Aufstieg zur Burg von Esponellà, von der heute nur noch die Ruinen zu sehen sind. Verschiedene Hinweistafeln informieren uns über die örtlichen Sehenswürdigkeiten.
Bei unserer Rückkehr von der Burg schlagen wir die Straße zu unserer Linken ein und kommen nach etwa einem Kilometer zum Pla de Martís, wo wir erneut auf den Abzweiger zum Mountainbike-Zentrum stoßen, diesmal jedoch rechts, auf der anderen Seite. Wenn wir nun diesen asphaltierten Weg einschlagen, kommen wir wieder zu unserem ursprünglichen Ausgangspunkt zurück.
Erweiterung der Route:
Am einfachsten kann die Route erweitert werden, indem man sich näher mit dem Pla de Martís vertraut macht oder um den großen See herum bis nach Banyoles wandert. Darüber hinaus bieten sich ab dem früheren Mountainbike-Zentrum auch zahlreiche gut ausgeschilderte Radrouten an.
Kurioses:
Der erste Abschnitt unseres Wegs ist als Camí de les Rescloses bekannt, nachdem der Fluss in diesem Bereich zur Stromerzeugung dreimal aufgestaut wird. Die Burg von Esponellà stammt aus dem Mittelalter (11. bis 17. Jahrhundert). Ursprünglich stand hier nur ein Wachturm; gegen 1250 gab König Jakob I. jedoch die Genehmigung zum Bau einer Festung, die den Umkreis um die Orte Esponellà und Banyoles beherrschte. Im Jahr 1495 wird von einer der Muttergottes der guten Hoffnung gewidmeten Kapelle berichtet, in der dann aber 1647 nach der Ermordung des Priesters von Esponellà keine Messen mehr gelesen wurden. Nach den verschiedensten historischen Wirren wurde die Burg dann im 18. Jahrhundert endgültig aufgegeben.

Beobachtungen und Empfehlungen:
Esponellà ist ein bei Banyoles gelegener kleiner Ort, der einst Mittelpunkt einer aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert stammenden bedeutenden Baronie war. Die dem
heiligen Cyprian gewidmete Pfarrkirche weist romanische und gotische Elemente auf, wobei das Eingangstor mit seinen romanischen Schmiedeelementen ganz besonders interessant ist. Sehenswert ist ferner auch die 156 Meter breite mittelalterliche Brücke über den Fluvià. Der ländliche Charakter der Gegend ist voll gewahrt, und die Felder ziehen sich bis ins Zentrum der kleinen Gemeinde.